Handel und Industrie im Überblick
Die Bildfolge zeigt fünf Kennzahlen zu Außenhandel, Industrie und Direktinvestitionen. Jedes Bild stellt ein Balkendiagramm der Länderrangfolge, den hervorgehobenen Wert für Deutschland samt Rangplatz sowie den Verlauf der vergangenen Jahre dar. Alle Angaben stammen aus den World Development Indicators der Weltbank.
| Exports of goods and services | 84 | Deutschlands Exportquote liegt bei 41,4341 % des BIP |
| Imports of goods and services | 117 | Die Einfuhren entsprechen 37,6567 % des deutschen BIP |
| Manufacturing value added | 28 | Das Verarbeitende Gewerbe erreicht 18,0067 % des BIP |
| Foreign direct investment, net inflows | 10 | Rund 47,6 Mrd. US-Dollar an Netto-Zuflüssen an Direktinvestitionen |
| High-technology exports | 41 | Hightech-Güter machen 17,9773 % der deutschen Warenexporte aus |
Lesen Sie je Bild zuerst den Rangplatz und die Zahl der erfassten Länder, dann den Verlauf. Werte und Ränge dürfen nicht zwischen den Bildern verglichen werden, da die Einheiten (Anteil am BIP, Anteil an den Warenexporten, US-Dollar) und die Länderzahlen von 186 bis 204 voneinander abweichen.
Kernpunkte
Deutschland liegt in dieser Themenreihe durchgehend über dem Weltwert, aber nicht an der Spitze. Am deutlichsten fällt die Ausfuhrquote aus: Die Exporte von Waren und Dienstleistungen entsprechen 41,4341 % des Bruttoinlandsprodukts (2024) und damit Platz 84 von 192 erfassten Ländern – rund 12,3 Punkte über dem Weltwert von 29,1076 %. Auch die Wertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes bleibt mit 18,0067 % des BIP (Platz 28 von 203; Weltwert 14,9944 %) vergleichsweise hoch. Ein anderes Bild zeigt der Anteil der Hightech-Ausfuhren an den Warenexporten: 17,9773 % liegen unter dem Weltwert von 24,7589 % und bedeuten Platz 41 von 186 Ländern.
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – Exports of goods and services (% of GDP), NE.EXP.GNFS.ZS; Manufacturing, value added (% of GDP), NV.IND.MANF.ZS; High-technology exports (% of manufactured exports), TX.VAL.TECH.MF.ZS.*
Aktueller Wert des zentralen Indikators
Der erste Indikator dieser Reihe ist die Exportquote. Für Deutschland weist die Datenbank für 2024 einen Wert von 41,4341 % des BIP aus, Platz 84 unter 192 Ländern mit Angabe. Der Weltwert liegt bei 29,1076 %, der deutsche Wert also gut 12,3 Prozentpunkte darüber. Auf der Einfuhrseite stehen 37,6567 % des BIP (Platz 117 von 192) gegenüber einem Weltwert von 28,1834 %. Beide Quoten liegen damit klar über dem globalen Vergleichswert, während der Rangplatz jeweils im mittleren Feld bleibt – ein Hinweis darauf, dass viele kleinere Volkswirtschaften noch höhere Quoten aufweisen.
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – NE.EXP.GNFS.ZS; NE.IMP.GNFS.ZS.*
Spitzenreiter und Schlusslichter
An der Spitze der Exportquote stehen Luxemburg mit 191,533 %, San Marino mit 185,9928 %, Hongkong mit 181,7913 %, Singapur mit 178,7763 % und Irland mit 143,9846 %. Es handelt sich überwiegend um kleine Volkswirtschaften sowie um Handels- und Finanzdrehscheiben, deren Quoten die 100-Prozent-Marke überschreiten. Am unteren Ende finden sich Sudan mit 0,7209 %, Haiti mit 3,4008 %, Äthiopien mit 5,5393 %, Kiribati mit 5,9202 % und Syrien mit 6,8101 %; dort dominieren Länder mit geringem Einkommen oder instabiler Lage. Deutschland ordnet sich mit 41,4341 % auf Platz 84 näher an der oberen Hälfte ein, bleibt aber weit von den dreistelligen Werten der Spitzengruppe entfernt. Beim Verarbeitenden Gewerbe führen Puerto Rico (44,1443 %), Liechtenstein (34,1726 %) und San Marino (31,7668 %); Schlusslichter sind Bermuda (0,3311 %) und die Turks- und Caicosinseln (0,447 %).
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – NE.EXP.GNFS.ZS; NV.IND.MANF.ZS.*
Was sich in den letzten zehn Jahren verändert hat
Für Deutschland liegen Verlaufsdaten von 2013 bis 2024 vor. Die Exportquote bewegte sich von 41,6803 % (2013) über einen Tiefstand von 39,1198 % (2020) und einen Höchststand von 45,6284 % (2022) auf 41,4341 % (2024) – über den gesamten Zeitraum also eine Bewegung von rund 0,25 Punkten nach unten bei deutlichen Schwankungen dazwischen. Die Importquote stieg von 35,9057 % (2013) auf 43,1573 % (2022) und ging danach auf 37,6567 % (2024) zurück. Die Wertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes lag 2016 bei 20,413 % und 2024 bei 18,0067 %, ein Rückgang um etwa 2,4 Punkte. Der Hightech-Anteil sank bis 2021 auf 15,3851 % und erreichte 2024 wieder 17,9773 %. Die Netto-Zuflüsse an ausländischen Direktinvestitionen schwankten stark: rund 176,8 Mrd. US-Dollar (2020) gegenüber rund 47,6 Mrd. US-Dollar (2024) und rund 17,4 Mrd. US-Dollar (2014). Über die Ursachen dieser Bewegungen lässt sich aus den Daten selbst nichts ableiten.
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – NE.EXP.GNFS.ZS; NE.IMP.GNFS.ZS; NV.IND.MANF.ZS; TX.VAL.TECH.MF.ZS; BX.KLT.DINV.CD.WD.*
Vergleich mit ähnlichen Ländern
Bei der Exportquote liegt Deutschland mit 41,4341 % (Platz 84) hinter Südkorea mit 44,3582 % (Platz 68), aber vor Frankreich mit 33,8898 %, dem Vereinigten Königreich mit 30,9842 %, Japan mit 22,769 %, China mit 20,0229 % und den USA mit 11,1075 %. Der Abstand zu Frankreich beträgt rund 7,5 Punkte, jener zu den USA rund 30,3 Punkte. Bei den Importen steht Deutschland mit 37,6567 % ebenfalls hinter Südkorea (40,2843 %) und vor Frankreich (34,2184 %). Im Verarbeitenden Gewerbe erreicht Deutschland 18,0067 % und liegt damit hinter Südkorea (26,618 %), China (24,8692 %) und Japan (20,581 %), aber deutlich vor den USA (10,7104 %), Frankreich (9,5665 %) und dem Vereinigten Königreich (7,985 %). Beim Hightech-Anteil ist Deutschland mit 17,9773 % in dieser Gruppe die vorletzte Position – Südkorea kommt auf 36,2583 %, das Vereinigte Königreich auf 29,2333 %, nur Japan liegt mit 17,5547 % knapp darunter. Bei den Direktinvestitionszuflüssen belegt Deutschland mit rund 47,6 Mrd. US-Dollar Platz 10 von 204, knapp hinter Frankreich (rund 52,1 Mrd.) und weit hinter den USA (rund 297,1 Mrd.); unter den Nachbarländern weisen die Niederlande (rund −17,1 Mrd.), Belgien (rund −41,4 Mrd.) und die Schweiz (rund −108,4 Mrd.) negative Werte aus, während Luxemburg mit rund 106,0 Mrd. auf Platz 4 steht.
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – NE.EXP.GNFS.ZS; NE.IMP.GNFS.ZS; NV.IND.MANF.ZS; TX.VAL.TECH.MF.ZS; BX.KLT.DINV.CD.WD.*
Wie diese Zahlen zu lesen sind
Export-, Import- und Industriequoten sind Anteile am Bruttoinlandsprodukt. Länder mit großem BIP fallen deshalb tendenziell niedriger aus, ohne dass daraus auf absolute Handelsvolumina geschlossen werden kann. Bei Transit- und Umschlagplätzen können Exportquoten über 100 % liegen, wie die Werte für Luxemburg, Hongkong und Singapur zeigen; ein direkter Leistungsvergleich mit größeren Volkswirtschaften ist damit nicht möglich. Die Direktinvestitionen sind Netto-Zuflüsse in laufenden US-Dollar aus der Zahlungsbilanz; negative Werte wie bei der Schweiz oder Belgien bedeuten einen Überhang an Abflüssen und nicht das Fehlen von Investitionen. Der Hightech-Anteil misst den Anteil an den Warenexporten und ist kein Maß für das technologische Niveau einer Volkswirtschaft. Da die Zahl der erfassten Länder je Indikator zwischen 186 und 204 schwankt, sollten Rangplätze nicht indikatorübergreifend verglichen werden. Alle Angaben stammen aus den World Development Indicators der Weltbank, werden jährlich aktualisiert und können rückwirkend revidiert werden.
*Quellen: World Bank, World Development Indicators – NE.EXP.GNFS.ZS; NE.IMP.GNFS.ZS; NV.IND.MANF.ZS; TX.VAL.TECH.MF.ZS; BX.KLT.DINV.CD.WD.*
Exports of goods and services auf der Karte und in Diagrammen
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Luxemburg | 191.53 |
| 2 | San Marino | 185.99 |
| 3 | Hongkong | 181.79 |
| 4 | Singapur | 178.78 |
| 5 | Irland | 143.98 |
| 82 | Kosovo | 41.75 |
| 83 | Namibia | 41.64 |
| 84 | Deutschland | 41.43 |
| 85 | Mauretanien | 41.41 |
| 86 | Guinea | 41.39 |
| 190 | Äthiopien | 5.54 |
| 191 | Haiti | 3.4 |
| 192 | Sudan | 0.72 |
Die Tabelle reicht von Luxemburg mit 191,533 % und San Marino mit 185,9928 % bis zu Haiti mit 3,4008 % und Sudan mit 0,7209 %. Deutschland steht auf Platz 84 in der oberen Hälfte, vor Frankreich mit 33,8898 % und hinter Südkorea mit 44,3582 %.
Der Balken für Deutschland bleibt weit hinter den dreistelligen Quoten kleiner Handelsdrehscheiben zurück. Die Verlaufslinie sinkt von 45,6284 % (2022) auf 41,4341 % (2024), nach einem Tiefstand von 39,1198 % (2020).
Länder vergleichen
Imports of goods and services
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Hongkong | 177.72 |
| 2 | Luxemburg | 159.74 |
| 3 | San Marino | 154.99 |
| 4 | Singapur | 143.6 |
| 5 | Dschibuti | 114.82 |
| 115 | Usbekistan | 37.96 |
| 116 | Mexiko | 37.89 |
| 117 | Deutschland | 37.66 |
| 118 | Aserbaidschan | 36.79 |
| 119 | Togo | 36.57 |
| 190 | Turkmenistan | 11.16 |
| 191 | Venezuela | 9.22 |
| 192 | Sudan | 1.27 |
Oben stehen Hongkong mit 177,7154 % und Luxemburg mit 159,735 %, unten Venezuela mit 9,2213 % und Sudan mit 1,2745 %. Deutschland liegt vor Frankreich (34,2184 %) und dem Vereinigten Königreich (31,856 %), hinter Südkorea (40,2843 %).
Auch große Volkswirtschaften wie die USA mit 14,2712 % und China mit 17,1755 % finden sich am unteren Ende. Die Linie steigt bis 43,1573 % (2022) und geht danach auf 37,6567 % (2024) zurück.
Manufacturing value added
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Puerto Rico | 44.14 |
| 2 | Liechtenstein | 34.17 |
| 3 | San Marino | 31.77 |
| 4 | Irland | 29.57 |
| 5 | Eswatini | 29.12 |
| 26 | Paraguay | 19.02 |
| 27 | Indonesien | 18.98 |
| 28 | Deutschland | 18.01 |
| 29 | Turkmenistan | 17.96 |
| 30 | Zentralafrikanische Republik | 17.95 |
| 201 | Mikronesien | 0.51 |
| 202 | Turks- und Caicosinseln | 0.45 |
| 203 | Bermuda | 0.33 |
Die Spitze bilden Puerto Rico mit 44,1443 %, Liechtenstein mit 34,1726 % und San Marino mit 31,7668 %, das Ende Bermuda mit 0,3311 %. Deutschland folgt hinter Südkorea (26,618 %), China (24,8692 %) und Japan (20,581 %).
Gegenüber Frankreich mit 9,5665 % und dem Vereinigten Königreich mit 7,985 % ist der deutsche Balken etwa doppelt so lang. Die Linie fällt von 20,413 % (2016) auf 18,0067 % (2024).
Foreign direct investment, net inflows
| Rang | Land / Gebiet | US$ |
|---|---|---|
| 1 | USA | 297,058,000,000 |
| 2 | Singapur | 135,077,157,183 |
| 3 | Hongkong | 125,820,976,920 |
| 4 | Luxemburg | 105,986,643,430 |
| 5 | Brasilien | 74,090,786,050 |
| 8 | Australien | 53,393,088,476 |
| 9 | Frankreich | 52,052,548,618 |
| 10 | Deutschland | 47,599,143,489 |
| 11 | Ägypten | 46,578,000,000 |
| 12 | Vereinigte Arabische Emirate | 45,636,487,406 |
| 202 | Ungarn | -62,190,710,104 |
| 203 | Liechtenstein | -87,212,093,508 |
| 204 | Schweiz | -108,395,568,634 |
Angeführt wird die Liste von den USA mit rund 297,1 Mrd. und Singapur mit rund 135,1 Mrd. US-Dollar. Am Ende stehen negative Werte, etwa die Schweiz mit rund −108,4 Mrd. und Ungarn mit rund −62,2 Mrd. US-Dollar.
Deutschland liegt knapp hinter Frankreich (rund 52,1 Mrd.) und vor Japan (rund 16,2 Mrd. US-Dollar). Die Linie schwankt stark: rund 176,8 Mrd. (2020) gegenüber rund 47,6 Mrd. US-Dollar (2024).
High-technology exports
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Kaimaninseln | 85.52 |
| 2 | Samoa | 76.67 |
| 3 | Hongkong | 75.57 |
| 4 | Philippinen | 60.98 |
| 5 | Singapur | 59.43 |
| 39 | Estland | 18.38 |
| 40 | Zypern | 18.03 |
| 41 | Deutschland | 17.98 |
| 42 | Schweden | 17.65 |
| 43 | Dänemark | 17.62 |
| 184 | Antigua und Barbuda | 0 |
| 185 | Bahamas | 0 |
| 186 | Macau | 0 |
Vorn liegen die Kaimaninseln mit 85,5232 %, Samoa mit 76,6701 % und Hongkong mit 75,5707 %, am Ende Werte von 0,0 % etwa für Macau und die Bahamas. Deutschland steht hinter Südkorea (36,2583 %), dem Vereinigten Königreich (29,2333 %) und den USA (24,323 %).
Unter den großen Volkswirtschaften ist der deutsche Balken einer der kürzesten, nur Japan liegt mit 17,5547 % knapp darunter. Die Linie steigt vom Tiefstand 15,3851 % (2021) auf 17,9773 % (2024).